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Über 20.000 Stunden leistete die Feuerwehr Beckeln zum Wohle der Bevölkerung

Am traditionellen Grünendonnerstag hielt die Freiwillige Feuerwehr Beckeln ihre Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus in Beckeln ab. Neben dem Jahresbericht des Ortsbrandmeisters und der Funktionsträger standen Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung.

Ortsbrandmeister Frank Bollhorst konnte zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung sowie der Altersabteilung willkommen heißen. Seitens der Feuerwehrführung wohnten der Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf sowie der Kreisbrandmeister Andreas Tangemann der Versammlung bei. Von der Politik waren der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Klaus Stark, der Beckelner Bürgermeister Heiner Thöle und der Bürgermeister der Gemeinde Winkelsett Willi Beneke, anwesend.

Diese Versammlung ist eine besondere Versammlung, erwähnte Bollhorst in seiner Begrüßung, denn die Feuerwehr Beckeln wurde im Jahre 1929 Gegründet und wird dieses Jahr 90 Jahre alt. Auf ein großes Jubiläumsfest wollte man aber verzichten und mehr für die Mitglieder tun, so Bollhorst.

In seinem Jahresbericht schaute Bollhorst auf 28 Einsätze im vergangenen Jahr zurück. Diese Einsätze teilen sich auf in zehn Brandeinsätze, 15 Hilfeleistungen und drei Alarmübungen bzw. Brandsicherheitswachen. Besonders die Brandeinsätze hatten es in sich, so Bollhorst, denn im trockenen Sommer gab es einige Maschinen- und Flächenbrände zu löschen. Zu den Einsätzen und Übungsdiensten veranstaltete die Feuerwehr das traditionelle Osterfeuer am Karsamstag und den internen Grillabend. Mit einer kleinen Abordnung wurde das Zeltlager der Jugendfeuerwehr in Sudwalde besucht.

Mit allen Sitzungen, Fortbildungen und Veranstaltungen leisteten die Senioren und Aktiven 7.008 Dienststunden. Die Jugendfeuerwehr leistete 9.560 Stunden Nachwuchs- bzw. Jugendarbeit. Mit den 4043 Stunden des Jugendblasorchesters eingerechnet, absolvierte die Freiwillige Feuerwehr Beckeln über 20.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister André Gerke hielt seinen Bericht über die besuchten Lehrgänge, die Wettbewerbs- und Theatergruppe. 29 Kameradinnen und Kameraden bildeten sich an 13 verschiedenen Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene fort, so Gerke. Die sehr erfolgreiche und über die Kreisgrenze hinaus bekannte Theatergruppe konnte mit ihrem aktuellen Stück über 1300 Zuschauer in die acht Vorführungen locken. Ebenfalls erfolgreich war die Wettbewerbsgruppe im letzten Jahr, erwähnte Gerke. Bei dem neu strukturierten Wettbewerb, welcher zum ersten Mal beim Jubiläum der Feuerwehr Harpstedt ausgetragen wurde, konnte die Gruppe mit null Fehler und voller Punktzahl den ersten Platz erreichen. Bei einem Spaßturnier zum Tag der offenen Tür des neuen Feuerwehrhauses in Wildeshausen wurde eine Gruppe gestellt und an den Spielen teilgenommen. Hier konnte ein erfolgreicher zweiter Platz errungen werden.

Seniorensprecher Werner Bahrs trug die Aktivitäten der Senioren vor. Neben den regulären Diensten wurde die neuen Feuerwehrhäuser in Wildeshausen und Vechta besichtigt und eine Tagesfahrt zur Seehundstation nach Norden unternommen. Das Jahr ließen die Senioren mit der Weihnachtsfeier ausklingen.

An 17 Übungsdiensten nahmen im Durchschnitt 15 Kameradinnen und Kameraden teil, berichtete der stellvertretende Gruppenführer Thomas Maschmann. An den Diensten wurden alle möglichen Szenarien und Themen für den Ernstfall geübt. Atemschutzwart Lars Sanders erfreute sich über die 29 ausgebildeten Atemschutzgeräteträger, wovon eine weiblich ist. Um die Ausbildung und die Tauglichkeit auf dem aktuellen Stand zu halten, wurde sechs Mal die Atemschutzanlage in Ganderkesee besucht. Elf Mal ging es in die Realbrandausbildung nach Loy. Der Schwerpunkt im Bereich Atemschutz lag auf dem aktuellen Atemschutznotfallkonzept, welches intensiv erprobt wurde.

Über das aktive Blasorchester trug der stellvertretende Vorsitzende Sebastian Otte, einen Bericht vor. An zahleichen Proben bereitete sich das Orchester auf die verschiedenen Aufritte vor. Von Frühkonzerten über Schützenfeste bis hin zu den Oktoberfesten gehen die Auftritte, so Otte. Ein neuer Dirigent wurde außerdem für das Orchester gefunden. Jugendfeuerwehrwart Matthias Kastendiek informierte über die Jugendfeuerwehr. 34 Dienste und 32 Veranstaltungen schlugen auf das Konto der Jugendfeuerwehr. An den üblichen Wettbewerben der Kreisjugendfeuerwehr nahm der Nachwuchs teil und konnte zum 13. Mal die Mini-Olympiade hintereinander gewinnen. Mit der höchsten Auszeichnung, der Leistungsspange, wurden im Oktober acht Jugendliche nach erfolgreichem Bestehen der Prüfungen ausgezeichnet. Das Highlight war, wie die Jahre zuvor auch, das Zeltlager in Sudwalde. Bei bestem Wetter und keinem Tropfen Regen erlebten die Nachwuchsbrandschützer eine hervorragende Woche, so Kastendiek.

Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen der Funktionsträger gab es zwei Veränderungen. Funkwartin Kristina Sander stand nach neun Jahren nicht erneut zur Wahl. Dieser Posten wurde nicht neu besetzt und wird in Zukunft von den Gerätewarten und Gruppenführern übernommen. Nach 30 Jahren Dienst als Gerätewart entschied sich Dieter Schieder für keine weitere Periode. Für ihn wurde Jelco Ohlendorf einstimmig gewählt. Die weiteren Funktionsträger wurden alle einstimmig für weitere Jahre im Kommando gewählt. Kassenwart Horst Fiebig, Schriftführer Matthias Kastendiek, Pressesprecher und Gruppenführer Christian Bahrs, Sicherheitsbeauftragter und Gruppenführer Jürgen Evers, Atemschutzgerätewart Lars Sanders, stellvertretender Atemschutzgerätewart Patrick Erdmann, stellvertretende Gruppenführer Thomas Maschmann und Hergen Bahrs, Gerätewarte Thomas Deepe und Philipp Müller.

Aus der Jugendfeuerwehr konnten die Brandschützer Felix Corßen übernehmen.

Neu eingetreten in die Feuerwehr ist Christopher Alfken. Somit sind derzeit 55 Männer und acht Frauen in der Wehr aktiv. In der Seniorenabteilung sind 28 Männer aktiv.

Der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Klaus Stark bedankte sich für die geleistete Arbeit und überbrachte die besten Grüße von der Samtgemeinde. Stark ist erfreut über den bunten Strauß an Tätigkeiten mit über 20.000 Stunden. Ob es die Jugendfeuerwehr, das Blasorchester, die Theatergruppe, die Senioren oder die Aktiven sind, ist sehr beeindruckend. Ohne ein Ehrenamt geht es in Deutschland nicht, so Stark. Bürgermeister Heiner Thöle bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit. Wenn etwas erledigt werden muss, wird das auf dem kleinen Dienstweg geklärt. Dies zeichnet Beckeln aus, so Thöle.

Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf blickte kritisch auf das Sorgenkind LF8. Das Fahrzeug geht auf die 30 Jahre zu und die Ersatzteilversorgung ist nicht mehr gegeben. Nachdem das Fahrzeug schon einmal 170 Tage außer Dienst war, muss hier eine dringende Ersatzbeschaffung getätigt werden, so Wachendorf. Kreisbrandmeister Andreas Tangemann überbrachte die Grüße der Kreisverwaltung sowie der Kreisfeuerwehr und des Kreisfeuerwehrverbands. Im Letzten Jahr wurden die Feuerwehren bei vielen Flächenbränden im Landkreis aber auch dem Moorbrand in Meppen sehr stark angefordert.

Über Beförderungen bzw. Ehrungen konnten sich folgende Personen freuen: Johanna Evers wurde zur Feuerwehrfrau befördert. Tim Müller und Jelco Ohlendorf wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Zum Löschmeister wurde Patrick Erdmann ernannt. Für seine 40-jährige Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr wurden Horst Fiebig und Erhard Schröder mit dem Ehrenzeichen ausgezeichnet. Ebenfalls für 40 Jahre in der Feuerwehr wurde Hans-Hermann Müller geehrt. Seit 50 Jahren in der Feuerwehr ist Werne Deepe und bekam das Ehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbands verliehen. Mit dem Übertritt in die Altersabteilung erhielt Helmut Hülsemeyer die OFV-Ehrennadel in Silber. Für die langjährigen Tätigkeiten im Ortskommando bekamen Kristina Sander und Dieter Schnieder ein Präsent überreicht.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Über 20.000 Stunden leistete die Feuerwehr Beckeln zum Wohle der Bevölkerung

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JHV FF Beckeln 2019 (22.04.2019)