Feuerwehr Colnrade blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück

Auf ein arbeitsreiches Jahr blickte am Samstagabend die Feuerwehr Colnrade während ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schliehe-Diecks in Colnrade zurück. Der Einladung von Ortsbrandmeister Carsten Lüllmann folgten zahlreiche Mitglieder der Einsatz- und Seniorenabteilung sowie der Kreisbrandmeister Andreas Tangemann, Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf, Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, Bürgermeister Anne Wilkens-Lindemann und die Verbandsvorsitzende Diane Febert.

 

98 Mitglieder zählt die älteste Feuerwehr in der Samtgemeinde Harpstedt. Diese Mitglieder teilen sich auf in 45 aktive Kameraden und 10 aktive Kameradinnen. In der Altersabteilung sind 17 Mitglieder. Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 15 Jungen und sechs Mädchen in ihren Reihen. In der Kinderfeuerwehr der Samtgemeinde sind vier Jungen und ein Mädchen sowie eine Betreuerin aus Colnrade dabei. Des Weiteren gehören noch sieben förderne Mitglieder der Wehr an, berichtete Lüllmann in seinem Jahresbericht. 2019 leisteten alle Abteilungen zusammen 11.943 Dienststunden. Hier von kommen 6969 Dienststunden der Jugendfeuerwehr zugute. „Für die geleisteten Stunden gebührt allen Mitgliedern der Feuerwehr Colnrade Dank, Respekt und Anerkennung. In Zeiten des stetigen Ich-Denkens kann dieses Engagement nicht hoch genug bewertet werden.“ Betonte Lüllmann. An 35 Übungsdiensten konnten alle Facetten der Feuerwehrarbeit den 274 teilnehmenden Kameradinnen und Kameraden vermittelt werden. An sieben verschiedenen Lehrgängen und Fortbildungen auf Kreis- und Landesebene wurden zehn Kameradinnen und Kameraden aus- und weitergebildet. Die erlernten Fähigkeiten konnten die Aktiven bei 31 Einsätzen unter Beweis stellen. Die Einsätze teilen sich auf in einen Kleinbrand, drei Mittelbrände, fünf Großbrände, eine technische Hilfeleistung, elf Unwettereinsätzen, zwei Brandsicherheitswachen, zwei Fehlalarme Brandmeldeanlagen, zwei Vegetationsbrände, einen Fahrzeugbrand und drei Brandmeldeanlagen mit bestätigtem Feuer.

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse bedankte sich für die Arbeit der Feuerwehr Colnrade. „Die Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Samtgemeinde. Die Samtgemeinde kann Fahrzeuge, Gerätschaften, Kleidung oder Feuerwehrhäuser bereitstellen, aber ohne jeden einzelnen von euch funktioniert das nicht, so Wöbse.

Kreisbrandmeister Andreas Tangemann informierte über die Neuigkeiten der Kreisfeuerwehr. Der Fernmeldezug wird zeitnah mit einer Drohne ausgestattet und der Gefahrgutzug bekommt zeitnah einen neuen Gerätewagen-Gefahrgut. Tangemann bedankte sich auch für die Einsatzbereitschaft an dem ersten Weihnachtstag in Wildeshausen. Dort waren 120 Atemschutzgeräteträger im Einsatz.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Markus Kuraschinski berichtete über die Tätigkeiten neben dem regulären Dienstbetrieb. So wurde im zurückliegenden Jahr eine Boßeltour veranstaltet. Bei dem Hindernislauf „Immer extrem“ nahm die Feuerwehr Sportgruppe „Fit for Feuerwehr“ teil.

Gerätewart Marvin Hartje informierte, dass die drei Einsatzfahrzeuge knapp 14.000 Kilometer im letzten Jahr zurückgelegt hatten.

Über zwei kleine Unfälle berichtete der Sicherheitsbeauftragte Uwe Bahrs. Die zwei verletzten Personen seien glücklicherweise wieder schnell genesen, so Bahrs.

Im Auftrag des verhinderten Atemschutzgerätewartes Henning Pauley berichtet Marvin Hartje über die Tätigkeiten der 18 Atemschutzgeräteträger. An sechs Terminen wurde die jährliche Belastungsprüfung in der Feuerwehrtechnischen Zentrale durchlaufen. Dreimal wurde der Brandausbildungscontainer der NABK in Loy besucht. Bei sechs Einsätzen mussten die Atemschutzgeräteträger die Gräte aufsetzen, so Hartje.

Jugendfeuerwehrwartin Jana Wachendorf berichtete über die vielen Aktivitäten der Nachwuchsabteilung. Viele Highlights, wie das Zeltlager im Sommer oder der Tannenbaumverkauf im Dezember standen auf dem Dienstplan. An den verschiedenen Wettbewerben auf Kreisebene konnte gute Plätze errungen werden, berichtete Wachendorf. An 67 verschiedenen Diensten wurden die Nachwuchsbrandschütze an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt.

Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf informierte über die Samtgemeindefeuerwehr. 129 Einsätze mussten die sechs Ortsfeuerwehren abarbeiten im Jahr 2019, so Wachendorf. Im kommenden Jahr werden teilweise neue Atemschutzgeräte und die Flaschen altersbedingt ausgetauscht.

Bürgermeisterin der Gemeinde Colnrade, Anne Wilkens-Lindemann, überbrachte die Grüße der Gemeinde und bedankte sich bei jedem einzelnen für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Im Zuge der Ehrungen und Beförderungen konnten langjährige Kameraden ausgezeichnet werden. Für seine 60-jährige Mitgleidschaft wurde Reinhard Lüllmann gehrt. Für die 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden Geritt Lindemann, Dieter Tieke, karl-Heinz Hartje, Carsten Lüllmann und Günter Wachendorf geehrt. Seit 25 Jahren in der Feuerwehr sind Frank Hoffmann und Hans-Ulrich Otto. Ihnen wurde das entsprechende Ehrenzeichen verliehen. Aus dem aktiven Dienst in die Altersabteilung wurden Karl-Heinz Hartje, Henner Lischkowitz und Herbert Wilke verabschiedet. Sie bekamen die Ehrennadel in Silber vom Oldenburgischen Feuerwehrverband verliehen.

Über neue Dienstgrade durften sich einige Kameradinnen und Kameraden freuen. Zum Feuerwehrmann und Feuerwehrfrau wurden Mathis Nienaber und Teresa Harms befördert. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Jonas Wagner, Rene Brehmer, Leon Nixdorf und Oliver Brandes befördert.

 

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JHV FF Colnrade 2020 (20.01.2020)